In Herrenberg wurde über Fördermöglichkeiten informiert.

Eine gute Idee ist schnell ersonnen, aber woher die Mittel nehmen? Im Februar und März haben Vertreter*innen der Koordinierungsstelle Bürgerengagement B.E. (Vanessa Watkins), des Projektepools (Christian Dziobek und Bärbel Bolay) sowie der Bürgerstiftung (Angela Schulz, Edith Krüger und Helga Kredatus) die Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte vorgestellt.

Das Interesse der Bürger*innen zeigte die Notwendigkeit dieser Infoveranstaltung „Mitmachen in Herrenberg ... und woher kommt das Geld?“. Die Abende fanden im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und mit der Unterstützung der Ortsvorsteher statt.

Welche Töpfe gibt es? Zum einen stehen aus dem städtischen Haushalt Gelder für Projektepool und Bürgertopf zu Verfügung. Zum anderen gibt es die von der Stadt unabhängige Projektbörse der Bürgerstiftung, deren Gelder derzeit vor allem aus dem Erlös des jährlichen Adventskalenders stammen.

Aus dem Projektepool können Ehrenamtliche für einzelne Projekte wie Veranstaltungen oder Workshops mit sozialem Bezug bis zu 500 EUR beantragen z.B. Obstbaumfreunde Schauinslandweg. Bei Netzwerkprojekten unter Mitwirkung von mehreren Gruppen können bis zu 1.000 EUR beantragt werden, z.B. inklusives Fußballspiel des SV-Oberjesingen mit dem Tennental. Die Entscheidung über den Antrag liegt beim Projektepool-Team und Vanessa Watkins.

Der Bürgertopf ermöglicht größere Projekte wie z. B. Steuobsterlebniswege oder Jerg Ratgeb Skulpturenpfad. Bei solchen Projekten bedarf es 50% Eigenleistung und einer Vorlaufzeit von drei bis sechs Monaten. Die finale Entscheidung über den Antrag liegt beim Gemeinderat.

Im Rahmen der Projektbörse (Bewerbung jährlich bis 30.04.) unterstützt die Bürgerstiftung gemäß ihrer Satzung unterschiedliche Projekte aus verschiedensten Bereichen, z.B. Musikprojekt TON-I, Seniorenaktivität „Urlaub ohne Koffer“, Interkultureller Garten, Sozialisierungsprojekt der 5. Klassen. Die Entscheidung über einen Antrag liegt beim Vorstand der Bürgerstiftung.

Im Anschluss an die Präsentationen kamen die interessierten Zuhörer mit einer Menge neuer Ideen auf die Referenten zu, aus denen teilweise schon konkrete Anträge geworden sind.
Unter www.herrenberg.de/foerderprogramme finden sich alle Details zu den Fördertöpfen sowie eine Broschüre mit weiteren 100 Förderprogrammen.

Nach den sieben Terminen im Februar und März in allen Teilorten gab es auf Grund der großen Nachfrage noch einen Zusatztermin am 29.03. in der Herrenberger Kernstadt.